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Jahresrückblick 2014

 

Pleiten, Pech und Pannen!

 

Nach dem Auftakt in Oschersleben, den wir wegen einer Grippeerkrankung von Tobias ausfallen lassen mussten, stand der Classic Lauf vom Sachsenring auf unserer Agenda. Für die HAIGO waren auf Grund der vielen Gaststarter zwar keine Rennen, sondern nur Gleichmäßigkeitsläufe ausgeschrieben, aber für uns war es eine Selbstverständlichkeit, an diesem tollem Motorsportevent teilzunehmen. Immerhin war ich von 1974 bis 1989 aktiver Teilnehmer in den verschiedensten Rennklassen und auch unser jetziges Auto war seit 1977 immer am Sachsenring dabei und wurde von verschiedenen Fahrern mehrfach zum Sieg gesteuert. Tobias hatte am Freitag und auch am Samstag viel Spaß beim Fahren und ich hatte viele tolle Benzingespräche mit alten Freunden. Leider machte sich dann bei Tobias die nicht vollständig auskurierte Erkältung wieder heftig bemerkbar und wir mussten die Veranstaltung bereits am Samstag Nachmittag beenden.

 

 

ADAC GT Masters Weekend - 23. - 25. Mai Lausitzring

 

Nun galt unsere ganze Konzentration den Wertungsläufen 3 und 4, die vom 23. bis 25. Mai am Lausitzring wieder im Rahmenprogramm der ADAC -GT-Masters stattfinden sollten. Tobias war wieder fit und wir reisten bereits am 22.5. an die Rennstrecke. Am Freitag Nachmittag kurz nach 17 Uhr begann das erste Training bei heftigem Regen, es wurde aber bereits nach nur zwei Runden abgebrochen, da ein Fahrzeug sehr viel Öl verloren hatte, das sich dann mit dem Wasser auf der ganzen Strecke verteilte. Am Samstag 14:10 wurde es dann ernst, das Qualifying begann. Die Rundenzeiten der Spitzenfahrer wurden immer besser, in der 9.Runde knackte Tobias als erster die 1:32, mit 1:31.968 hielt er kurzzeitig die Pole, in der gleichen Runde konterte Falk Schwarze mit 1:31.640, in der 10.Runde eroberte Nils-Holger Wilms dann endgültig mit 1:31.213 die Pole, während Tobias mit einer 1:31.613 Falk Schwarze um 27 hundertstel Sekunden wieder hinter sich lassen konnte. Zur großen Überraschung gab es dann aber noch eine riesige Überraschung, in der allerletzten Runde gelang Jörg Koitsch eine 1:31.537 und der Sprung in die erste Startreihe auf Platz zwei!

So ein spannendes Quali hatte ich in der HAIGO noch nicht erlebt, die ersten vier Fahrer innerhalb 4/10 Sekunden, das versprach spannende Rennen.

 

Um 17:45 startete das 1.Rennen. Während Wilms seinen ersten Startplatz gegen Koitsch verteidigen konnte, verlor Tobias seinen dritten Platz an Falk Schwarze, dessen MTX in den unteren Gängen gegenüber unserem MT 77 kürzer übersetzt ist. Leider gab es kurz nach dem Start einen heftigen Crash von drei Autos, bei denen die Wagen von Frank Thalmann und Henrik Opitz schwer beschädigt wurden. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt, aber es gab zwei Runden hinter dem Safetycar. Nachdem die gelben Lichter wieder aus waren, begann die Jagt von vorn und Tobias wollte auf Angriff gehen. Dummerweise brach gleich nach dem Re-Start am hinterem linken Querlenker ein Bolzen, es folgte ein übler Dreher und die Fahrt auf dem Abschleppwagen zurück ins Fahrerlager.

In der 6.Rennrunde hatte der bis dahin führende Wilms einen Getriebeschaden, so das Jörg Koitsch die Spitze übernehmen konnte. Nachdem dann auch noch Bernd Weber fehlte, war die Luft raus aus dem Rennen. Koitsch siegte mit über 13 Sek. Vorsprung vor Schwarze, dem mit großem Abstand Jens-Dieter Maik auf Platz drei folgte.

 

Zum zweitem Rennen am Sonntag musste Tobias von ganz hinten starten, da sich die Startplätze nach dem Ergebnis des ersten Rennens richten. Tobias hatte einen guten Start und lag nach der ersten Runde bereits auf Platz 6, nach Runde drei auf Platz 5 und nach Runde fünf bereits auf Position 4. Bei 13 zu fahrenden Runden war ein Podestplatz noch durchaus möglich, aber leider gab es in der 7.Runde eine Berührung mit einem zu überrundenden viel langsameren Fahrzeug, dessen Fahrer wohl die blauen Fahnen nicht gesehen hatte. Als Folge des unfreiwilligen Anstoßes gab es für Tobias einen Dreher, bei dem der Motor ausging. Kurioserweise versagte genau in dieser Situation der nagelneue Anlasser, den wir erst am Freitag nach dem freien Training eingebaut hatten. So erfolgte die Rückfahrt ins Fahrerlager wieder auf dem Abschleppwagen. Das Rennen gewann wie am Vortag Jörg Koitsch mit 6 Sekunden Vorsprung vor Falk Schwarze, mit weiteren 11 Sekunden folgte Bernd Weber.

 

Bei vier von zehn Wertungsläufen keine Punkte geholt, damit sind die Chancen auf eine vordere Platzierung in der Meisterschaft nur noch sehr theoretisch. Bleibt nur zu hoffen, das unsere Pechsträhne nun zu Ende ist und wir bei den nächsten Rennen gute Einzelergebnisse einfahren können. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt !

 

 

BRNO Grand Prix Revival - 4. - 6. Juli

 

Mit einem neuen Anlasser, diesmal Made in Russland, ging es zum nächsten Rennen nach Brno zum Internationalen Grand Prix Revial 2014. Diese hochkarätige FIA Veranstaltung wurde zum ersten Mal von der Rennstrecke Brno ausgerichtet. Neben der von der FIA ausgeschriebenen historischen F1 Meisterschaft und der internationalen Meisterschaft der historischen Sportwagen und Prototypen, die Fahrer aus der ganzen Welt am Start sahen, war es für uns ein großes Erlebnis, in diesem Umfeld unsere Rennläufe absolvieren zu können.

Unserem Optimismus auf Grund der Rundenzeiten vom Lausitzring folgte schon beim ersten freiem Training die brutale Ernüchterung. Bereits während dieses ersten Trainings verschlechterten sich unsere Rundenzeiten dramatisch, was in den folgenden Sitzungen immer schlimmer wurde. Ursache: Die Reifen verloren innerhalb weniger Runden ihre Haftung, da die Nutzschicht vollständig aufgebraucht war. Am Lausitzring noch mit 3/10 Sekunden hinter der Pol, verschlechterten sich die Zeiten im Laufe des Wochenendes auf einen Abstand von über 5 Sek. pro Runde auf die Spitze.

Da wir keine neuen Reifen mit hatten und die Reifendienste vor Ort unsere Größen auch nicht vorrätig hatten, mussten wir mit den abgefahrenen Gummis fahren, trotz großem fahrerischen Einsatz und einem guten Topspeed reichte es in beiden Rennen jeweils nur zu Platz 8.

Die vielen Tausend Zuschauer jedoch waren von den spannenden Rennen der HAIGO wahnsinnig begeistert, zumal mit dem Formel MTX von Falk Schwarze und dem Tourenwagen Skoda-Favorit von Maik Thomas Fahrzeuge tschechischen Ursprungs in allen Läufen den jeweils ersten Platz erringen konnten.

 

 

Polnische Meisterschaft Poznan 8. - 10. August

 

Da die Rennstrecke von Most einen neuen Besitzer hat und dieser die Rennserie HAIGO kurzerhand aus der für Anfang August geplanten Veranstaltung ausgeladen hatte, nutzten wir das Angebot von Poznan, im Rahmenprogramm zu einem nationalem polnischen Rennen mit der kompletten HAIGO einen Meisterschaftslauf zu fahren. In Poznan gibt es immer sehr gut gefüllte Starterfelder, da dann bei uns auch eine ganze Reihe von polnischen Fahrern mit an den Start gehen.

Trotz neuer Reifen erreichten wir im ersten Zeittraining leider nur den 16.Platz, da die Bremse an der Hinterachse nicht richtig funktionierte. ( Werkstattfehler, ich musste mir einiges anhören ! ) In Rennen eins gelang Tobias ein extrem guter Start und schon vor der ersten Kurve war er im Windschatten der Spitze. Die Position wechselte mehrfach zwischen drei und vier und auch ein Podestplatz war noch in Reichweite. Eine halbe Runde vor dem Fallen der Zielflagge gab es jedoch einen lauten Knall und der Motor war aus. Ursache: Der Läufer im Verteiler hatte in ein Kabel des Hallgebers eingehakt und dieses zerfetzt, der laute Knall war eine mächtige Fehlzündung.

Wir fahren alle mit den gleichen Verteilern, bei keinem der anderen Fahrer war in der Vergangenheit jemals so etwas aufgetreten!

Zum Zeittraining für das zweite Rennen setzte der Motor in den Rechtskurven immer aus. Nach langer Suche fand Tobias die Ursache: Im neuen Verteiler war ein Pin im Stecker 2mm zu kurz, so das die Fliehkraft,die auf das von der Zündbox zum Verteiler führende Kabel einwirkt, ausgereicht hat, den Stecker am Verteiler etwas zu bewegen und somit den Stromfluss zum Verteiler kurzzeitig zu unterbrechen! Ergebnis: immerhin noch Startplatz 9.

Zu Beginn des zweiten Rennens fand Tobias beim Start nicht die passenden Lücken, so das es einige Runden dauerte, bis er Anschluss an die Spitze gefunden hatte. Wiederrum auf Platz vier liegend mit noch guten Chancen auf einen Podestplatz ging die Jagt bis zur vorletzten Runde, dann fielen dem Getriebe blitzartig etliche Zähne aus und Tobias musste das Auto am Streckenrand abstellen.

Trotz der zwei Ausfälle war Tobias nicht ganz unzufrieden, mit den neuen Reifen konnte er wieder richtig fighten und auch der Motor war leistungsstark und vor allem auch mechanisch standfest. Die Rennen hatten ihm richtig Spaß gemacht, denn er konnte oft überholen und hatte bis zu den Ausfällen mehrere schöne Zweikämpfe.

 

 

FIA CEZ Circut Racing & Endurance Trophy Poznan 27. - 28. September

 

Als letztes Rennen der Saison 2014 gab es wieder ein FIA -Rennen. So machte sich der Tross der HAIGO zum zweiten mal in diesem Jahr auf den Weg nach Poznan, kein Problem auf der wunderschönen neuen Autobahn, die wir nun schon mehrfach gefahren sind und auf der wir noch nie in einem Stau gestanden haben.

Schönes Wetter, ein eigenes Fahrerlager für die HAIGO, beste Bedingungen für ein schönes Saisonfinale. Auch wir waren wie immer guter Dinge und es fing auch gut an. Die Qualifikation für das erste Rennen beendete Tobias auf Platz 4, nur 2/10 Sek. hinter Nils Holger Willms, dem mehrfachen Meister der HAIGO und Führendem der aktuellem Meisterschaft. Da die ersten sechs Fahrer ziemlich dicht beieinander lagen, war ein spannendes Rennen zu erwarten. Der Start war turbulent, Jaak Kuul schoss von der 5.Position gleich 2 Plätze nach vorn, so das sich Tobias nach der ersten Runde auf Position 5 wiederfand, unmittelbar im Windschatten von Falk Schwarze, der von Platz 2 auf 4 gefallen war. Am Ende der zweiten Runde ausgangs der Zielkurve zeigte Falk einen spektakulären Dreher. Tobias, nur zwei Meter dahinter, musste auf die Wiese ausweichen, die genau an dieser Stelle sehr uneben war. Das Auto war dabei sogar mit allen vier Rädern in der Luft! Im weiterem Verlauf dieser Runde verabschiedete sich die Riemenscheibe samt Keilriemen, was zu einer Überhitzung des Motors und zu einer defekten Zylinderkopfdichtung führte. Zwangsläufige Folge: Ausfall in der vierten Runde. Das Auswechseln der Kopfdichtung brachte keinen Erfolg, so das wir beim zweiten Rennen am Sonntag zum Zuschauen verurteilt waren. Zu Hause konstatierten wir einen verzogenen Zylinderkopf. Damit war die Saison 2014 zu Ende!

 

 

Resümee

 

10 Rennen waren ausgeschrieben, zwei 8. Plätze waren das magere Ergebnis. Zwei Rennen Ausfall wegen Krankheit, sechs mal Ausfall oder nicht gestartet wegen techn. Defekte, schlimmer kann es nicht mehr kommen!

 

So negativ wollen wir natürlich dieses Jahr nicht beenden, denn es hat durchaus bei Worm Motorsport auch einige positive Dinge gegeben. Nach unzähligen Versuchen und dem Bau immer neuer Varianten ist es uns gelungen, zum letztem Rennen in Poznan nun endlich eine Kamerahalterung zu entwickeln, die es der GO-PRO ermöglicht,Videoaufnahmen in vertretbarer und vorzeigbarer Qualität zu liefern.

Der Ausbau unseres Transporter Sprinter, den wir im Frühjahr vorigen Jahres als Bus gebraucht gekauft hatten, ist nun fertig. Im hinteren Drittel Ersatzteile, Montagezelt, Kanister usw. dann eine Trennwand und davor ein Zwei-Etagenbett, Sitzbänke, Schrank mit vielen Schubkästen, Kühlschrank und Heizung, recht gemütlich und genau auf unseren Bedarf ausgelegt. Jetzt folgen noch einige optische Verschönerungen, Stoßstangen in Wagenfarbe lackieren, Felgen strahlen und neu lackieren, 4 Halogenstrahler aufs Dach, neue Rückleuchten und Klarglasscheinwerfer. Die Sponsoren sind schon gespannt auf ihre Werbung an unserem Transporter.

 

Am Rennwagen gibt es natürlich auch einiges zu tun. Alle Teile am Fahrgestell müssen genau kontrolliert, verschlissene Teile ausgetauscht werden. Die Karosseriespitze braucht neue Farbe, für das Getriebe lassen wir neue verstärkte Zahnräder anfertigen, die Motoren müssen revidiert werden,

Wir wollen das Kühlsystem umbauen und ein neuer Fächerkrümmer muß angefertigt werden.

Eine ganze Menge Arbeit für die kurze Zeit bis Ende März, denn dann stehen bereits die ersten Tests wieder an. Aber wir haben natürlich schon lange mit den Arbeiten begonnen. Viele Teile haben wir bereits angefertigt und liegen zur Montage bereit, was wir nicht selbst machen können, ist in Auftrag gegeben und wird noch vor dem Jahreswechsel geliefert. Neue Reifen sind in genügender Stückzahl eingelagert, damit uns so ein Desaster wie in Brno nicht wieder passieren kann.

Am Konzept der Motoren wird nichts geändert,da machen wir vorerst keine Experimente. Die Motoren sind leistungsstark und mechanisch zuverlässig. Wir hatten in der Lausitz in allen Sektoren den besten Top speed und die im allgemeinen erzielten Rundenzeiten waren immer für vordere Platzierungen gut. Wenn wir keinen weiteren Ärger mit unserem Getriebe bekommen und neue Anlasser und Verteiler künftig zuverlässig funktionieren, können wir sicher zu recht hoffen, im nächsten Jahr wesentlich bessere Ergebnisse erzielen zu können.

 

 

Volker Worm

Wertungslauf 1 & 2 - 2014

Am 12. April starteten wir in unsere Saison 2014. Der 1. MSC Leipzig lud traditionell zu seinen Test- und Einstellfahrten in tschechische Autodrom Most. Unser gewohntes Frühjahrstraining und dieses Jahr auch der Pflichtabnahmetermin für die Fahrzeuge der HAIGO. Das Wetter war gemischt, der Vormittag war geprägt von mehren kleinen und größeren Schauern. So blieben wir erstmal im Fahrerlager, kein unnötiges Risiko 14 Tage vor Oschersleben lautete die Devise. Das die Entscheidung vermeintlich richtig war, sah man leider bei anderen Motorsportfreunden, die dem Aquaplaning zum Opfer vielen. Die harte Arbeit des Winters in Sekunden kaputt und jetzt nur noch 1 Wochenende Zeit bis zum Saisonstart, Stress pur.

Dieses Wochenende sollte es soweit sein, wir sollten schon in Oschersleben sein. Doch leider hält unser Pech in Oscherleben an, diesmal schon bevor wir überhaupt dort sind. Die Ausweitung einer Erkältung zu einer Erkrankung, die die Abreichung von Antibiotika bedingt und mich auch sonst mehr ans Bett als ans Auto fesselt ließen einen Start leider nicht zu. So sehr ich mich auch auf Oschersleben gefreut hatte.

Hier noch ein paar Bilder vom Wochenende.

 

 

 
 

Nächstes Event

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ADAC Sachsenring Classic GP Wertungslauf 3 & 4 HAIGO Saison 2017

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