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Herbsttraining des 1.MSC Leipzig

Nach diesem schönem und auch aufregendem Wochenende sollte nun für dieses Jahr endgültig Schluss sein. Der Motorsportclub Leipzig hatte zwar noch für den 19.10. zu einem freien Fahren nach Most eingeladen, aber was sollten ich noch dort. Die Rennkasse war leer, die geborgten Vergaser zurück gegeben und mit unseren eigenen 40er nochmals zu Experimentieren, wäre völlig sinnlos. Also war für mich klar, die Saison ist zu Ende, ich würde die Wochenenden mit Sim-Racing und gelegentlichem Kart-Fahren verbringen, in den Formel würde ich erst wieder im nächsten Frühjahr einsteigen.

Allerdings war mein Vater, Teamchef, Chefmechaniker und gelegentlich auch Sponsor in einer Person, noch für eine Überraschung gut. Wie ich am 17.10. abends von der Arbeit nach Hause kam, hörte ich aus der Werkstatt Motorgeräusche. Vater hatte still und heimlich nagelneue 45er Weber gekauft, schon montiert und war gerade dabei, den Leerlauf einzustellen. Dann kehrte er den Teamchef heraus und bestimmte, wir fahren übermorgen nach Most zum Testen! Da konnte ich ja wohl schlecht nein sagen!

Am 19.10. hieß es ganz früh um 4.00 Uhr aufstehen und nach Most fahren. Um 7.30 Uhr war schon Fahrerbesprechung. In Most war es noch neblig und mit nur 6 Grad jämmerlich kalt. Um 10.00 Uhr hatten die Formel ihre erste Session und es war klar, das bei diesen Temperaturen die Reifen keinen Gripp aufbauen konnten. Trotzdem wurde natürlich gefahren und es stellte sich schnell heraus, das die neuen Vergaser wunderbar funktionierten. Wir hatten ein Kerzenbild wie noch nie in diesem Jahr. Trotz der widrigen Bedingungen gelang es mir,mit den eiskalten Reifen niedrige 1:50er Rundenzeiten zu fahren. Mit diesen Zeiten wäre ich im Sommer beim Rennen sicher unter die ersten Fünf gefahren. Am Nachmittag sollte es sonnig und wesentlich wärmer werden und wir waren schon heftig gespannt, welche Zeiten wir dann schaffen würden. Leider machte das Getriebe bereits zu Beginn der zweiten Session Ärger, denn der dritte Gang wollte nicht mehr. Da der Zweck dieses Testtages, das Ausprobieren der neuen Vergaser, bereits zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgefallen war, verzichteten wir auf eine Reparatur vor Ort, schauten den anderen Fahrern zu und genossen die Benzingespräche mit vielen Freunden und Bekannten. Recht Happy waren wir schon am späten Nachmittag wieder zu Hause und damit war für dieses Jahr nun endgültig Schluss! 

Wenn ich in diesen Tagen abends von der Arbeit komme, brennt in unserer Werkstatt meistens noch Licht. In der Ecke steht der Renner, im Regal liegen zwei neue Motorblöcke, neue Kolben und Kurbelwellen und viele andere Teile. Vater hat den Turbofräser in den Händen und bearbeitet die Kanäle an einem Zylinderkopf. Zwei neue Motoren sollen entstehen, einer als Replika und zuverlässiger Ersatz des zuletzt getesteten Motors, ein zweiter nach einem etwas anderem Konzept mit möglichst noch mehr Power.

Trotz der wenig erfolgreichen vergangenen Saison lassen uns die letzten Tests optimistisch nach vorn schauen.

Beim Roulett heißt es, neues Spiel, neues Glück !

Wir werden auf jeden Fall wieder mitspielen und sind schon gespannt auf das nächste Jahr !

Bis dahin und kommt gut durch den Winter !

ADMV Classic GP 2013

Ende September waren wir wieder am Lausitzring. Der ADMV veranstaltete seinen Classic GP, an dem auch die verschiedensten Formelrennwagen teilnahmen. Für uns eine gute Gelegenheit, die Pace unseres MT 77 mit anderen Formelklassen zu vergleichen und die Veranstaltung zum Testen zu nutzen. Auch einige andere Fahrer der HAIGO nutzen diese Möglichkeit. Wir hatten uns entschlossen, einen letzten Versuch mit unseren Vergasern zu machen, dazu hatten wir sogar eine provisorische Benzinleitung und ein Manometer bis ins Cockpit verlegt, um während der Fahrt unter Vollast den Benzindruck messen zu können. Aber alles experimentieren mit Düsenwerten, Lufttrichtern, Schwimmerständen und Benzindrücken nutzte nichts, die 40iger Weber funktionieren an unserem Motor alles andere als optimal. Also haben wir wieder auf die geliehenen 45er Weber umgerüstet und dann begann am Samstag Mittag bei schönstem Wetter ein tolles just for fan. Es passte einfach alles, ich war gut drauf, die Sonne strahlte, das Auto ging wie die Feuerwehr und es machte mir riesigen Spaß, den Zuschauern, meinen HAIGO-Kollegen und vor allem auch den Formel-Ford und Formel-Renault-Fahrern zu zeigen, wie sich ein optimal hergerichteter MT 77 aus der ehemaligen DDR bewegen lässt ! Bereits im erstem Lauf war ich der Schnellste und im zweitem Lauf am Nachmittag gelang mir mit einer Rundenzeit von 1:33.920 die beste Zeit des ganzen Wochenendes.

Unmittelbar nach dieser schnellsten Runde kam es zu einem kuriosem Zwischenfall. Ich war wohl die Kurve zur Ausfahrt auf das Trioval etwas zu schnell angegangen und hatte mich dabei heftig gedreht. Noch während der Drehung war trotz getretener Kupplung der Motor ausgegangen. Beim Anlassen brannte das Auto plötzlich am Heck lichterloh. Blitzartig war ich aus dem Cockpit und sah sofort, das die Flammen aus dem Endrohr des Auspuff kamen. Bei einem weiterem Startversuch fachte das Feuer erneut an und die Farbe an der Karosserie begann an einer Stelle bereits Blasen zu werfen. Nach einigen Sekunden erlöschten die Flammen von selbst. Da außer einer angesenkten und stellenweise verrußten Karosserie kein Schaden zu erkennen war, ließ ich den Motor erneut an, setzte mich wieder ins Cockpit und konnte in die Box fahren. Dort stand mein Vater mit einem verblüfftem Ausdruck im Gesicht, er hatte vom Dach der letzten Box aus das Feuer von weitem gesehen und für ihn und auch andere war völlig klar, das im Motor ein Pleuel gebrochen war, dieses dann den Block zerstört hat und dass herauslaufende Öl sich am Auspuff entzündet hatte. Wieder ein kapitaler Schaden am Motor wie in Most, so dachte er und war für den Moment am Boden zerstört. Total fassungslos hatte er dann gesehen, wie ich nach dem Feuer einfach wieder losgefahren war. In der Box haben wir das Auto dann gewissenhaft kontrolliert, den Ruß abgewaschen, den Motor nochmals Probe laufen lassen und alles war i.O. So konnte ich dann am Sonntag wieder Fahren.

Als Ursache des Brandes vermuten wir, das durch den heftigen Dreher die Vergaser übergelaufen sind, dabei Benzin in den Ansaugkanal des ausgegangenen Motors gelangt ist, die Ventile an einem Zylinder gerade auf Überschneidung standen und das Benzin gleich in den Auspuffkanal gelaufen ist. Beim Anlassen hat es sich dann entzündet und für ein aus der Entfernung sehr spektakulär aussehendes, aber aus der Nähe gesehen doch recht harmloses Feuer gesorgt.

Wertungslauf 9 & 10 - 2013

Die wenigen Tage zwischen Most und Lausitzring waren sehr arbeitsintensiv. Zuerst musste der geplatzte Motor ausgebaut und zerlegt werden. Als Auslöser des Schadens wurde ein Kolbenbolzen-Sicherungsring diagnostiziert, der sich, warum auch immer, aus der Nut im Kolben gelöst hatte. Nachfolgend hatte sich der Bolzen im Kolben seitlich verschoben und der Kolben konnte dann der ungleichmäßigen Belastung nicht standhalten. Somit musste ein komplett neuer Kurbeltrieb erstellt werden. Das sah in etwa so aus:

Neue Kolben beschaffen, einen Motorblock dazu passend schleifen lassen, neue Pleuel und eine neue Kurbelwelle sowie die Lagerschalen bestellen, den Kurbeltrieb zusammen setzen, anschließend die Kolben in der Höhe an den Block anpassen, die Kolben entsprechend abdrehen, die Ventiltaschen fräsen, den Zylinderkopf montieren, die Ventile einstellen, die Freigängigkeit der Ventile prüfen, alles wieder auseinandernehmen, gewissenhaft saubermachen, die Kolbenringe montieren, den Motor endgültig und komplett mit allen inneren und äußeren Teilen wieder zusammenbauen, ins Auto einbauen, Getriebe einbauen, Wasser und Öl auffüllen, Probelaufen, dabei die Zündung einstellen, auf Wasser und Öldichtheit prüfen, Nockenwelle wieder demontieren, Zylinderkopfschrauben nachziehen, Nockenwelle wieder einbauen,Ventilspiel nochmals überprüfen, wieder Probelauf. Arbeit ohne Ende und dazu natürlich auch noch der tägliche Broterwerb, schließlich sind wir keine Profis, sondern ein Amateur-Rennteam. Zum Glück haben alle gut mitgespielt, wir hatten alle benötigten Teile schnell bekommen, teilweise sogar per Nachtexpress. Hier nochmals ein riesen Dank an all unsere Unterstützer!

Wir hatten es geschafft! Pünktlich am Donnerstag Nachmittag kamen wir in der Lausitz an. Wieder mussten wir an diesem Wochenende auf die vom Sportfreund Gerhard Dietrich ausgeliehenen 45-Vergaser zurückgreifen, unsere eigenen waren trotz des Austauschs unzähliger Komponenten einfach nicht in den Griff zu bekommen. Dummerweise hatten wir diesmal nicht nur zum freien Training, sondern auch noch im Zeittraining mit unseren 40-er Vergasern experimentiert, ohne Erfolg, so das es leider nur zu Startplatz 11 reichte. Der Start zum Rennen 1 am Samstag Nachmittag war recht gut, der Motor gab ordentlich Leistung ab und schon vor der ersten Kurve hatte ich einige Plätze gewonnen, so das ich große Hoffnung auf ein gutes Ergebnis hatte. Um so geschockter war ich, als nach der dritten Kurve der Vortrieb einfach weg war. Zwar lief der Motor, aber das Auto rollte einfach aus. Ursache: Die Schwungscheibe war rings um die Verschraubung zur Kurbelwelle komplett abgebrochen. Ob es ein Ermüdungsbruch war oder ein Folgeschaden vom Motorschaden in Most, konnten wir nachträglich nicht mehr feststellen. Wie so oft in diesem Jahr war also am Abend wieder Schrauben angesagt.

Mit neuer Schwungscheibe ging es am Sonntag zu Rennen 2 und somit auch zum letzten Wertungslauf der Saison 2013. Auf Grund des Ausfalls in Rennen 1 musste ich aus der hintersten Reihe starten. Kurioser Weise stand neben mir der mehrfache Meister Nils Holger Willms, der ebenfalls in Rennen 1 ausgefallen war und somit auch mal von hinten starten musste. Das Rennen gestaltete sich zu einer spannenden Angelegenheit, mir gelang es, viele Runden vor Nils Holger zu bleiben und bis auf Platz vier vorzufahren. Dabei hatte ich die Spitze immer im Blick. Da die Meisterschaft noch offen war, fuhren die da vorn wie die Teufel und kämpften verbissen um jeden Zentimeter. Wenn da etwas passieren würde, so dachte ich, hätte ich noch Chancen auf das Podest, also Gas geben! Leider übertrieb ich die Sache ein wenig, das Auto kam heftig ins Übersteuern und ich produzierte eine 360 Grad Drehung. Davon profitierte natürlich Nils Holger und ging vorbei. Bei der nachfolgenden Aufholjagd ging mir leider die Zeit aus, ich konnte zwar wieder zu Nils Holger aufschließen, aber zu einem Angriff kam es nicht mehr. Die Zielflagge beendete das spannende Rennen, mit nur 0,3 Sek. Abstand kam ich hinter Nils Holger auf Platz fünf. 

Damit gingen die Wertungsläufe der Saison noch mit einem versöhnlichem Abschluss zu Ende, die insgesamt viele interessante Rennen hatte, aber für uns persönlich nur sehr unbefriedigend war. Ein dritter, ein vierter und ein fünfter Platz, jeweils immer aus der letzten Reihe startend errungen, das war alles, dazu sechs Ausfälle. Die teilweise erzielten Rundenzeiten in Training und Rennen zeigten jedoch, das die ursprüngliche Zielstellung von Platz drei in der Meisterschaft nicht ganz unrealistisch war.

Bei alem positiven, was das Wochenende jedoch zu bieten hatte, so schwebte doch die Trauer über der HAIGO...Rennfahrerkollege Klaus Tanzmann, war wenige Tage vor dem Rennen in der Lausitz bei einem Unfall in seiner heimischen Werkstatt leider tödlich verletzt worden. Die Gedanken der HAIGO waren das ganze Wochenende bei der Familie, Freunden und Bekannten von Klaus. Die "68" und der Trauerflor auf jedem Rennwagen, sowie die Gedenkminute vor Beginn des Rennens zeigten die tiefe Verbundenheit und die starke Gemeinschaft in der HAIGO. "Rennsport unter Freunden"

Klaus Tanzmann Lausitz 2012

Wertungslauf 7 & 8 - 2013

Voller Optimismus fuhren wir nach Most, aber das Ganze wurde ein großes Desaster!
Bereits im ersten freien Training traten leichte tickende Geräusche im Motor auf, so das ich noch vor Ende der Session ins Fahrerlager fuhr. Ein durchgeführte Überprüfung des Ventiltriebs blieb ohne Ergebnis, beim nachfolgendem  Probelauf des Motors im Stand mit erhöhter Drehzahl riss dann ein Kolben ab, wobei natürlich der Kolben, das zugehörige Pleuel, der Motorblock und leider auch die Kurbelwelle irreparabel beschädigt wurden. Zum Glück war wenigstens der kostbare Zylinderkopf ganz geblieben.
Da leider der Ersatzmotor noch nicht wieder einsatzbereit war, bedeutete das für uns das frühzeitige Ende, noch bevor es richtig losgegangen war. Die Stimmung war demzufolge entsprechend. Trotzdem blieben wir bis zum Ende der Veranstaltung und verfolgten die Rennen als Zuschauer.

Wertungslauf 5 & 6 - 2013

Nach einer beschwerlichen Anfahrt ( schon kurz nach Dessau standen wir über sechs Stunden auf der A9 wegen eines schweren Unfalls im Stau ) erreichten wir am späten Donnerstag Abend die Rennstrecke nahe der Stadt Poznan. Am Freitag Nachmittag war das erste freie Training, das ich mit einer Zeit von 1:43.674 auf Position 3 beenden konnte. Das machte Hoffnung für den nächsten Tag. Am Sonnabend früh ging ich voller Erwartungen in das Zeittraining, aber bereits in der ersten Runde verabschiedeten sich mehrere Zähne vom vierten Gang und ich musste aufhören. Da am Nachmittag das erste Rennen stattfinden sollte, wurde es wieder mal hektisch, denn auf Grund der Konzeption unseres Autos muss für einen Zahnradwechsel erst das Getriebe komplett ausgebaut werden. Rechtzeitig vor dem ersten Rennen war jedoch alles fertig und ich konnte in die Startaufstellung rollen, auf Grund der verpatzten Qualifikation musste ich aber ganz ans Ende des Feldes auf Platz 23.

Der Start gelang recht gut und noch vor der ersten Kurve hatte ich eine ganze Reihe Autos überholt, aber dann ging es nicht mehr so richtig vorwärts. Irgend hatte der Motor nicht den richtigen Biss.

In der fünften Runde ging dann die Temperatur blitzartig nach oben und ich musste das Auto mit kochendem Motor abstellen.

So gegen 19.00 Uhr war der Motor dann weit genug abgekühlt und wir konnten den Zylinderkopf ausbauen. Schaden: durchgebrannte Kopfdichtung. Also war wieder reichlich Arbeit angesagt, Getriebe ausbauen,Motor ausbauen, Ersatzmotor einbauen, Getriebe einbauen, alles einstellen.

So gegen morgens halb vier waren wir fertig, noch eine Kleinigkeit essen und dann schnell ins Bett, denn bereits am Sonntag morgen war die Qualifikation für das zweite Rennen angesagt.

Noch recht müde ging es bereits um 9.00 Uhr los. Ich schaffte eine Zeit von 1:44.445 und war damit auf Startplatz 5, nicht ganz schlecht, aber die Spitze fuhr Zeiten von unter 1:43, leider für mich mit unserem Ersatzmotor nicht zu erreichen. So folgte dann am Nachmittag ein für mich recht ruhiges Rennen, ich fuhr locker meine Runden, die Fahrer hinter mir waren bald in meinen Rückspiegeln nicht mehr zu sehen und gegen die vier vor mir hatte ich heute einfach keine Chance. Platz 5, mehr war heute nicht drin, damit hatte ich mich abgefunden und fuhr auf sicheres Ankommen. Plötzlich sah ich vor mir das Auto von Thomas Hoffmann. Dieser war zu Beginn des Rennens ganz vorn gefahren und hatte mit einer Zeit von 1:41.673 im Rennen eine Traumrunde hingelegt, aber dabei sein Fahrzeug wohl etwas überfordert. Er musste dann recht langsam fahren und wurde am Ende nur 13. Ich konnte ihn also mühelos überholen und beendete somit das Rennen völlig unerwartet auf Platz 4.

Wertungslauf 3 & 4 - 2013

Nach dem Wochenende mit sehr gemischten Gefühlen in Oschersleben, gingen wir mit großen Erwartungen in das Wochenende am Sachsenring. Der Sachsenring war eine Premiere für mich, denn seit 2009 war die HAIGO hier nicht mehr am Start. Doch rechnete ich mir aufgrund der Steckencharakteristik gute Chancen aus, vorn mitmischen zu können.

Der Startschuß ins Wochenende fiel für uns aber bereits am Donnerstag. So stellten wir unser Fahrzeug bei der Präsentation für das Rennwochenende auf dem Chemnitzer Neumarkt zu Verfügung und standen auch Besuchern und Fans gern Rede und Antwort. Danach reisten wir am Donnerstag Abend im HAIGO-Fahrerlager an der Kartbahn an.

 Das Erste Freie Training war am Freitag Nachmittag und die Qualifikation am Samstag früh. Leider drehte ich mich in der zweiten gezeiteten Runde und musste das Auto im "Omega" abstellen. Trotzdem reichte meine Rundenzeit für die 5. Startposition.

Am späten Nachmittag stand dann das Rennen 1 der HAIGO auf dem Programm, doch das Wetter meinte es nicht gut mit uns. So zogen am Nachmittag starke Gewitter auf und es sollte ein Regenrennen werden. Und nun begann erneut unsere Pechsträhne. Beim 1 Minuten Schild in der Startaufstellung müssen die Motoren gestartet werden, doch meiner tat dies nicht. Er sprang nicht an, so wurde ich in die Boxengasse geschoben. Inzwischen machte sich das Feld hinter dem Safetycar auf die Reise. Vater und zahlreiche Helfer versuchten mich in der Box anzuschieben was nach einer gefühlten Ewigkeit auch gelang. Fast eine 3/4 Runde hatte ich inzwischen Rückstand auf das Ende des Feldes. So jagte ich dem Feld hinterher und hatte nach 3 Runden das Ende in Sichtweite. Nun wurde das Rennen auch freigegeben und das Safetycar verlies die Strecke. So konnte ich die ersten Fahrer bereits überholen. Leider war ich hier etwas zu übermütig und verlohr das Auto im Streckenabschnitt zur Kartbahn und musste das Rennen beenden. Zum Glück blieb das Auto unbeschädigt und wir sind nirgends angeschlagen.

Das Rennen am Sonntag fiel dann leider wegen einem starken Unwetter aus. Starke Gewitter mit Blitzen, die teilweise sogar auf dem Sachsenring einschlugen, war die Sicherheit für alle Beteiligten und Zuschauer in Gefahr. Somit fuhren wir zwar noch in die Startaufstellung aber aus der auch sofort wieder zurück ins Fahrerlager.

Wertungslauf 1 & 2 - 2013

Ende September 2012 endete die Saison 2012. Viel Zeit bis zur Saison 2013, so war unser Denken. Der Umstieg in die Mondial war wie bereits bekannt beschlossene Sache, auch wenn uns sehr viele Rennsportkollegen oder auch zukünftige Konkurrenten von diesem Wechsel abraten wollten. "Mit dem MT hat man keine Chance", "Tut euch das nicht an" oder auch "Tobias ist noch nicht soweit." - Dies waren nur einige Aussagen, die uns zugetragen wurden. Was auch immer die Gründe für diese Aussagen waren, so ließen wir uns von diesem Plan nicht abbringen. Für zusätzliches Raunen und Kopfschütteln bei einigen Beteiligten sorgte meine Aussage auf der Meisterfeier 2012, dass ich für 2013 die Top 3 in der Meisterschaft der Mondial anvisiere.

Der Winter stand nun vor der Tür. Aber er sollte für Worm Motorsport und ganz besonders für Vater kein ruhiger werden. Die komplette Generalüberholung des MT stand auf dem Programm. Unterstützung gibt es auch durch einen neuen Sponsor, dem "Bosch Car Service Merseburg". Worm Motorsport geht somit gut gerüstet in die neue Saison.

Der erste Termin 2013 war das Frühjahrstraining des 1. MSC Leipzig im Autodrom Most. In 4x 20min Fahrzeit kann man alles Einstellen und Testen. Die Testläufe liefen nicht ganz wie gewünscht, kleinere Kinderkrankheiten kosteten viel Testzeit. Aber lieber jetzt als in den Wertungsläufen.

Eine Woche später am 26.04. ging es auf zum ersten Saisonlauf, das ADAC GT Masters Weekend in der Motorsportarena Oschersleben. Freitag Nachmittag stand bereits das 1. Freie Training auf dem Programm. P2 war das sehr gute Ergebnis am Ende des Tages, trotz schwächelndem Motor. Die Zündkerze des 4. Zylinders war nass vom Kraftstoff, der Zylinder "brannte" also nicht richtig mit.

Dazu  verschlechterte sich das Wetter und bei den nass-kalten Bedingungen konnten wir den Fehler leider nicht finden. Am Samstag früh stand dann auch schon das total verregnete Qualifikationstraining an. Dieses musste ich aber bereits in Runde 4 nach einem Dreher, wo der Motor abstarb, beenden. Startplatz 8 war das unzufriedene Ergebnis. Bis zum Rennen am Nachmittag war etwas Zeit und wir konnten den Fehler auf den einen Webervergaser eingrenzen. Der Vergaser wurde komplett zerlegt, gereinigt und geprüft. Gefunden wurde jedoch nichts, leider. In das Rennen 1 gingen wir somit sehr ungewiss, ob der Motor geht oder nicht. Er ging leider nicht, unkontrollierbare Aussetzer und Einsetzer des fehlenden Zylinders machten das Fahren im Regen unmöglich. Somit mussten wir das Rennen leider aufgeben und punktlos beenden. Eine riesen Enttäuschung.

Der Sonntag sollte dann zum Glück viel besser und zu einem richtigen Renn-Highlight werden. Dank Gerhard Dietrich konnten wir die 2 Weber-Vergaser ersetzen. Und schon in der Runde in die Startaufstellung merkte ich, dass das der Motor wieder richtig gut am Gas hing. Bei nun strahlendem Sonnenschein am Sonntag Nachmittag hieß es von ganz hinten des Feldes das Beste aus der Situation zu machen. Die Jagd begann von Startplatz 18. Zum Glück ist das Grid in Oschersleben sehr weit vorn auf der Start-Ziel-Geraden, somit hatte ich sehr viel Anlauf bis zur ersten Kurve und konnte bereits das komplette Feld der Easter hinter mir lassen. In den ersten Kurven konnte ich weitere Autos der Mondial überholen und kam bereits mit Position 7 aus der ersten Runde. 2 Runden später lag ich auf Position 4, hinter Nils-Holger Wims, Jaak Kuul und Bernd Weber. Besonders mit Bernd lieferte ich mir einen tollen Fight, unsere Positionen wechselten mehrfach. 3 Runden vor Schluss konnte ich dann doch P3 sichern und machte Jagd auf Jaak Kuul, jedoch war es mir nicht mehr möglich einen Angriff zu starten. Die Zeit reichte nicht mehr aus. So siegte am Ende Nils-Holger Wilms vor Jaak Kuul und Tobias Worm. Von P18 auf P3, damit hatten wir nicht gerechnet, doch zeigte es das Potential von Fahrer und Fahrzeug.

Das Wochenende fand somit ein versöhnliches Ende und war mehr als nur Schadensbegrenzung. Wollen wir hoffen, dass wir das Pech nun links liegen lassen können, der Sachsenring am 07. Juni wird es zeigen.

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ADAC Sachsenring Classic GP Wertungslauf 3 & 4 HAIGO Saison 2017

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