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Doch es sollte alles ganz anders kommen.

Mitte 1975 hatte ich in einem neuen Betrieb als Abteilungsleiter angefangen, dort arbeiteten auch mein Trabbi-Freund Wolfgang Petri und Hartmut Thaßler, der sich mit der Entwicklung und dem Bau eines neuen Rennwagens (HTS) in der Szene einen guten Namen gemacht hatte. Das tägliche Zusammensein mit Hartmut und seine Überredungskünste führten bei mir, aber auch bei Wolfgang Petri zu dem Entschluss, den Tourenwagen den Rücken zu kehren und bei Hartmut die Teile für einen HTS zu bestellen. Als erstes, noch im Herbst 75, lieferte er die Karosserieteile. Im Garten zusammengestellt, wurde schon mal Probe gesessen. Ich hatte damals noch keine Garage, aber auf dem Hof des Siedlungshauses meiner Großmutter hatte ich einen kleinen Schuppen, allerdings war der für ein Auto zu klein. Natürlich ging die von Hartmut vorgerechnete Finanzierung nicht auf und ich musste meinen Trabant verkaufen. So hatte ich kein Auto mehr, fuhr mit der Straßenbahn oder mit einem Tatran-Motorroller, aber ich hatte einen Formelrennwagen, zumindest eine Menge Einzelteile. Zum Glück war im Frühjahr 1976 fast immer schönes Wetter, so dass ich mit meinem Bruder und vielen Freunden den Rennwagen auf dem Hof unter freiem Himmel zusammen bauen konnte. (Erst im Sommer habe ich dann auf dem Grundstück der Oma eine große Werkstatt gebaut. Bis dahin stand der Rennwagen unter einer Plane im Freien.)

Riesige Probleme gab es beim Zusammenbau des Autos zu bewältigen, jede freie Minute wurde am Formel gearbeitet. In dieser Zeit lernte ich auch meine Frau kennen, die damals überhaupt nicht begreifen konnte, dass ich so wenig Zeit für sie hatte, aber so sehr viel für mein Rennauto. Sie konnte damals gewiss nicht voraussehen, das sich das in Zukunft kaum ändern und der Rennsport für so viele Jahre unser gemeinsames Leben bestimmen würde.

altProblematisch war die Beschaffung von fast allem, was von HT nicht geliefert wurde. Selbst ein Batteriehauptschalter war nicht leicht zu bekommen und die benötigten Gürtelreifen waren ebenfalls große Mangelware. An Slicks war vorerst nicht zu denken, es blieben Radialreifen, Marke Pneumant, allerdings vorn welche vom Trabant und hinten vom Wartburg. Es machte große Mühe, den Verkäufer zu überreden, mir von jeder Größe nur zwei zu verkaufen, er war der Meinung, unterschiedliche Reifengrößen an einem Auto sind verboten! Die ersten Felgen waren aus Stahl, je zwei Wartburgfelgen wurden auf der Drehbank getrennt und dann wieder verschweißt, aus zwei Felgen wurde somit eine mit einem breiteren Tiefbett und anderer Einpresstiefe, so zog es den Reifen etwas breiter und die Spur vergrößerte sich. Sicherheitsgurte gab es natürlich auch nicht, ein Schuster aus der Umgebung war dann bereit, nach meinen Angaben Original-PKW-Gurte entsprechend umzunähen. Ich musste ihm allerdings eine schriftliche Erklärung "Auf eigene Gefahr" unterschreiben.

So langsam wurde der Rennwagen fertig, das Frühjahrestraining in Schleiz rückte immer näher und nirgendwo in Leipzig und Umgebung gab es Verteilerfinger für den 1200ccm Shigulimotor. Es war zum Verzweifeln, sollte der Saisonstart an einem Pfennigartikel scheitern? Mein treuer Mechaniker Werner Götz brachte am Freitag vor Schleiz einen Verteilerfinger aus seinem Betrieb mit, er hatte den Meister überzeugt und dieser hatte das Teil aus einem Auto ausgebaut, das ein Kunde zur Durchsicht gebracht hatte und uns verpflichtet, dieses sofort am Montag früh wieder bei ihm abzuliefern. Somit war das Frühjahrestraining gerettet und wir konnten den HTS auf den ebenfalls von Werners Betrieb KIB-Leipzig geborgten B1000 verladen und nach Schleiz fahren.

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