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Die MZ-ETS hatte ich übrigens 1972 mit einer Rennverkleidung versehen, die ein gewisser Hartmut Thaßler damals in einer Garage in Leipzig-Gohlis in Kleinserie herstellte und der damals mit einem Melkus RS-1000 Rennen fuhr. Dieser Thaßler baute gerade für seinen neuen Formelrennwagen eine neue Karosserie aus Glasfaser und Polyesterharz, etwas ganz Neues, waren doch bis dahin die Karossen alle aus getriebenen Alublech. 1973 habe ich Hartmut dann mit seinem Rennwagen in unser Jugendclubhaus eingeladen, am Tag vor der Veranstaltung wurde der Rennwagen angeliefert. Erst viele Jahre später habe ich ihm mal gebeichtet, dass ich heimlich mit seinem Rennwagen auf der Tanzfläche einige Runden gefahren bin!

Ein Rennwagen war natürlich für einen Jungingenieur mit 580,- brutto Monatsgehalt außerhalb jeder Möglichkeit, aber Wolfgang Petri, damals 1. Mechaniker bei H.T., baute mit Udo Gaida zwei Tourenwagen A 600 auf. Bei einem Bergrennen kurz hinter Halle, bei dem ich mit meiner ETS aus Spaß mal gemeldet hatte und auch gleich den 2. Platz erreichen konnte, waren diese Rennpappen am Start und auch Wolfgang Eisner aus Frohburg, ein Kumpel vom Enduro und ehemaliger Spitzen-Motocrosser, hatte plötzlich so eine Rennpappe.

Mich hatte es nun auch gepackt, ein Trabbi musste her!

Leider waren damals selbst gebrauchte Autos so selten wie Schnee in der Sahara, aber im zeitigen Frühjahr 74 hatte ich Glück, ein 500 Trabant mit einer 601 Karosserie war günstig (6000,- Mark) zu kriegen. Durch den Bau und Verkauf von Sportlenkrädern für Trabant und Wartburg hatte ich etwas gespart, die ETS gut verkauft und den Rest von Mutti geborgt, ein Trabant stand vor der Tür.alt Voller Optimismus beantragte ich eine Lizenz fürs Autorennen. Irgendwann Mitte April kam eine Einladung zum Schleizer Frühjahrestraining. Hektische Tage begannen, in das Auto musste ein Überrollbügel eingebaut werden und neue Reifen waren auch fällig. Die gab es erstens nicht und kosteten zweitens immerhin 600,- die ich gar nicht hatte. Ein Kumpel borgte mir das Geld und ein anderer kannte einen, der einen kannte, der in einem Reifendienst arbeitete!

Am ersten Sonntag im Mai war die Maschinenabnahme in Schleiz, vorgezeigt habe ich die Einladung zum Frühjahrestraining, den Kaufvertrag über den Trabant 500 und eine Umbaugenehmigung vom Rat des Bezirkes auf die 601-Karosserie. Auf Frage nach der Motornummer und meine Antwort, die aus der Zulassung, es sei der echte 500 ccm Motor mit 18 PS, mit unsynchronisiertem Getriebe und Simplexbremsen, nur die Karosserie sei vom 601, brüllte ein gewisser Herr Leutert so was wie " Nicht homologiert und der Kindergarten wäre woanders" und schmiss mich aus dem Abnahmezelt. Mit dem Spruch "Dann fahre ich eben bei den Sportprototypen!!!" bin ich dann wieder rein, großes Gelächter in der Abnahme, die mir dann beim Ü-Bügel saubere Arbeit bescheinigte und ich durfte am Training teilnehmen. In der Abfahrt vom Buchhübel zur Stadt kam der 500er immerhin auf etwas über 100, als Ausgleich musste ich nach der Seng an der Auffahrt zum Lug ins Land auf den zweiten Gang runter schalten. Ich war natürlich mit Abstand der Letzte, mir war das egal, wichtig war nur, ich hatte meine Lizenz!

So fuhr ich 1974 Endurorennen mit meiner MZ-ETS-G und Autorennen mit dem Trabant. Natürlich hatte ich den Trabbi mittlerweile entsprechend umgerüstet. Von Wolfgang Petri erhielt ich einen ca. 45 PS starken Drei-Kanal-Motor, weiterhin hatte ich auch ein neues synchronisiertes Getriebe, neue Bremsen vom Wartburg, B1000-Stoßdämpfer, negativen Sturz usw. eingebaut und das Auto in mehreren Farben neu lackiert. Da ich beim Frühjahrestraining mit dem 500 ccm -Motor natürlich keine gute Zeit hatte, durfte ich am Sachsenring noch nicht starten, aber für Schleiz hatte ich eine Zusage. Leider gab es in diesem Jahr am Sachsenring einige sehr schwere Unfälle, als Sofort-Maßnahme wurde festgelegt, dass die Anfänger erst Bergrennen fahren mussten. Daraufhin wollte ich sofort nach Zittau zu Albert Gärtner fahren, um ihm meinen tollen Trabant zu zeigen, in der naiven Annahme, wenn der Chef der Fachkommission Rennsport mein tolles Auto sieht, lässt er mich sofort auf die Rundstrecke. Auf der Autobahn fuhr ich immer genau 100km/h, also kein km/h schneller wie erlaubt. Es kam, wie es kommen musste, der abgemagerte Motor hatte schon kurz hinter Grimma ein Loch in einem Kolben. So war es nichts mit der Vorstellung in Zittau. Da ich keinen neuen Kolben auftreiben konnte, wurde das Loch zugeschweißt. Mit dem Rennen in Schleiz war es nun nichts geworden, aber es gab ja die Bergrennen. Zu jedem ausgeschriebenen Rennen wurde gestartet und auch zwei kleinere Rallyes wurden gefahren. Da dies ja mein einziges Auto war, wurde nach dem Rennen der Rennmotor aus- und der 500er Motor wieder eingebaut und es ging per Achse nach Hause. Ich hatte immer viele Kanister dabei, die mit dem " guten Benzin " fürs Rennen und für den 500er VK 33 ( Waschbenzin, klingelt schon im Kanister) Manchmal schleppte mich auch mein Freund Otto Hoppstock, der fuhr mit einem 1500 "Mosi" Bergrennen, einmal zum Beispiel von Leipzig nach Hohe Sonne in Eisenach, vorn der Mosi , dann 5m Abschleppseil und dann ich in der Rennpappe mit 130 auf dem Tacho, was waren wir für " Tolle Kerle" !

Die Saison 1974 endete mit einer Motorradgeländefahrt in Eilenburg, Enduro vom Feinsten! Die Sonderprüfung ging mitten durch den Wald, für mich ein Heimspiel, ich hatte dort schon mehrmals gewonnen! Ergebnis diesmal: Motorrad, Sturzhelm, Knie, Oberkiefer kaputt, Gehirn nicht gerührt, sondern geschüttelt, Baum nur leicht beschädigt! 6 Wochen Krankenhaus Eilenburg und vierzig Penizillinspritzen, eine völlig neue Erfahrung.

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